Mai 02

Die Acai Beere wird auch als Superbeere bezeichnet. Ihr werden gesundheitsfördernde Eigenschaften bis hin zu der Zerstörung von Krebszellen nachgesagt. Erste Tests wurden von der Universität Florida durchgeführt. Langzeitstudien stehen aber noch aus. Im Gegensatz zu der Vernichtung von Krebszellen sind die enthaltenen wertvollen Minerale unumstritten.

Die Acai Frucht enthält sehr viel Calcium. 10 Gramm enthalten durchschnittlich 10 mg – 30 mg. Der Fettgehalt der Frucht ist vergleichsweise hoch und beträgt ca. 45% bei 2,5 Kilokalorien je Gramm. Der Zuckeranteil  ist mit 3,5% im Verhältnis sehr niedrig.

Die Frucht ist durch Ihre antioxidative Wirkung bekannt geworden.

Apr 08

Eine schwarze Dose soll Energie bringen. Doch sie macht die Acai-Beere populär. In Brasilien ist das Fruchtfleisch lange schon Teil von Lifestyleprodukten an den Stränden. Hier richtet es sich an Partypeople, die länger durchhalten wollen.

Mit dem Acai-Getränk „Schwarze Dose 28“ wird vermutlich zum ersten Mal die Acai-Beere in einem Partygetränk eingesetzt. Allein in Berlin sind an zentralen Orten großformatige Werbeplakate mit der schwarzen Dose angebracht worden

Acai Beere im Getränk

Die Idee stammt aus Wiesbaden. Die Firma Calidris scheint nicht nur beim Marketing einer bisher weitgehend unbekannten Frucht versiert zu sein. Doch das Getränk könnte nunmehr der Tipp werden für eine Klientel, die auf Geschmack setzt und Energie tanken will. Vermutlich handelt es sich dabei um die jüngere, doch besser betuchte Klientel: Partygesellschaften haben damit ein Energiegetränk. Denn es ist koffeinhaltig. Guaraná liefert die Belebung. Die roten Früchte der Lianenart aus dem Amazonasgebiet beruht auf dem hohen Koffeingehalt der Frucht.

Langsam setzt sich die Wirkung frei. Also hält sie länger.

Schlichtes Design wirkt immer

Das Design besticht durch Schlichtheit. Die Dose, die gefüllt und geschlossen 275 Gramm wiegt, beschreibt in der Produktbezeichnung, was man sieht: Schwarze Dose 28. Das ist einprägsamer Minimalismus, der in der Werbung heute eher selten eingesetzt wird. Das Produkt soll also für sich selbst sprechen.

Facebook und Bindung

„Warum braucht der Tag 28 Stunden?“  Mit dieser Frage wendet sich das Unternehmen an eine sogenannte Powergeneration. Die Antworten sollen die Adressaten selbst liebern. Im Internetforum „Facebook“ sollen die Antworten platziert werden. Das ist Kundenbindung durch die Schaffung eigener Kreativität und Neugier. Gute Antworten würden mit einer Reise nach Stockholm belohnt.

Die Antworten bei Facebook drehen sich mit allerlei Ausrufezeichen um Unterhaltung und das Verlassen des menschlichen Lebensrhythmus: „4 Stunden länger PARTY !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“ (Felix). Oder: „meine Innereuhr von 24 Stunden, kann mich mal dank schaze dose!!!“ (Dijana).  Man sollte nicht auf die Rechtschreibproblematik achten.

Inhaltsstoffe

Enthalten seien nicht die Aminosulfonsäure Taurin sowie Inosit, Glucoronolacton und alle künstlichen Aromastoffe. Beeinflusst werde die Energiezufuhr durch Isomaltulose. Isomaltulose wirke sich als natürlich vorkommender Zucker auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aus. Diese Information stammt von der Webseite www.schwarzedose.de.

Die Altervative ist die Weisse Dose 28, die lediglich 5 Kalorien pro Dose enthalte.

Vitamine

Die Stoffwechselkatalysatoren Q10, B-Vitamine und Vitamin C-Extrakte der Acai-Beere geben dem Getränk einen speziellen Geschmack. Die hessische Firma Calidris betont indessen, es handele sich um das erste natürliche Energygetränk.

Sensibilisierung für Acai – Fazit

Mit einer guten Marketingidee ist ein Lifestyleprodukt auf den Markt gebracht worden. Der Zielgruppe war bislang die Acai-Beere weitgehend unbekannt. Damit wird allerdings die Aufmerksamkeit auf die Beere aus dem brasilianischen Amazonas-Gebiet gerichtet. Mode kommt immer gut.

Zur Werbung gehört indessen der Hinweis auf die südamerikanische Surferszene. Das ist Lifestyle auf Südamerikanisch. Überdies ist die Acai-Beere der wichtigste Ernährungsbestandteil der armen Bevölkerung. Hier hätte man sicher den Bogen schlagen können, um die starke Bedeutung der Acai-Beere zu betonen. Doch scheint das Konzept des Minimalismus exakt entwickelt worden zu sein. Das kann man getrost respektieren.

Preise

Sie liegen zwischen 2,00 bis 3,50 Euro pro Dose.

Apr 07

Tarifvertrag? – Fehlanzeige!

Die sozialen Verwerfungen sind immens. Noch immer setzen Großgrund- und Fazenda-Besitzer Sklavenarbeiter ein. Eine Schwarze Liste verzeichnet 50 brasilianische Unternehmen, darunter namhafte. Wer sich auch in Pará gegen Menschenrechtsverletzungen dieser Art wehrt, wird in Brasilien von Großgrundbesitzern und Industriellen mit dem Tod bedroht. Das gilt gleichwohl für Vertreter der Kirchen und der Menschenrechtsorganisationen.

Die Kohlpalme bewirkt, dass sich Kollektive von Bauern bilden und damit das Maß ihrer Abhängigkeiten stärker reduzieren, zumal Großunternehmen derzeit an der Nutzung der Kohlpalme interessiert sind und Fabrikanlagen errichtet haben.

Damit ist der Konsum der Acai-Beere kein kleiner Beitrag zur Erhaltung des tropischen Regenwaldes, der Schaffung von Menschenrechten und zum Schutz des Klimas.

Helfen auch Sie aktiv, diese unmenschlichen Zustände, durch den Konsum von Produkten auf Basis der Acai Beeren zu bekämpfen.

Apr 06

Rodung erhöht Treibhauseffekt

Kleinbauernfamilien brennen im Wald Parzellen nieder, die etwa 25 Hektar groß sind. Das Recht dazu gibt ihnen der Staat Brasilien. Die Besitzverhältnisse sind den Kleinbauernfamilien vor rund 100 Jahren garantiert worden. Das Problem der Weltgemeinschaft besteht darin, die ökonomischen Interessen eines armen Landes zu berücksichtigen und andererseits unbedingt auf den Schutz der Natur zu achten.

Rodung des tropischen Regenwaldes

80 Stunden dauert die Rodung eines Hektars Wald. Mehrere Wochen lang bleibt der Schlagabraum liegen. Das sind 40 Tonnen pro Hektar. Obwohl das Amazonas-Gebiet wegen des feucht-warmen Klimas weniger als andere waldreiche Weltregionen betroffen ist, kann es zu Bränden kommen, die außer Kontrolle geraten. So ist 1997 im nordbrasilianischen Nachbarstaat von Pará, in Roraima, eine Fläche der Größe Belgiens in Flammen aufgegangen. Das widerspricht der allgemeinen Meinung, wonach Nebenflüsse des Amazonas die Ausbreitung des Feuers verhindern können.

Rodung erhöht Treibhauseffekt

Nach der Rodung entwickelt sich die Vegetation schwer neu. Zehntausende von Jahren lang war der nährstoffarme Boden starker Sonneneinstrahlung und dem Regen ausgesetzt. Wenn der Abraum nach der Rodung verrottet, nehmen andere Pflanzen die Nährstoffe an, damit die nicht im Boden verschwinden.

Wirbelsturm

Bei der Brandrodung setzt gezielt eingesetztes Feuer den zuvor gebundenen Kohlenstoff frei. Das hat Auswirkungen auf den Treibhauseffekt. 90 Prozent der Stickstoffe gehen in der Atmosphäre auf, 40 Prozent der mineralischen Nährstoffe (Kalium, Magnesium). Die Asche schließlich wird zum Dünger für Mais und Maniok. Weil der Boden wegen der klimatischen Einflüsse in den Tropen erschöpft ist, bleiben vegetationsarme Brachflächen übrig. Die Rückkehr des Waldes wird nahezu unmöglich gemacht.

Kann die Acai Beere die Ausbeutung des Regenwaldes stoppen?

Das besondere Interesse an der Acai-Palme kann bedeuten, dass die Ernte im Mittelpunkt steht, nicht die Zerstörung der Bäume und ihrer Früchte, um Dünger oder Weideland zu gewinnen.

In Pará leben mehr als 6 Millionen Menschen. Der brasilianische Bundesstaat ist überwiegend vom tropischen Regenwald bedeckt. Betroffen von der radikalen Abholzung ist das Gebiet an der Ostgrenze.

Hier am Amazonas weiß man: Die wichtigsten Exportartikel sind neben dem Holz ebenso Eisenerz, Tonerde und Aluminium. Insofern kann der Kontrast zwischen Urwüchsigkeit der Natur und den Industrieansiedlungen kaum stärker sein.

Apr 05

Die Acai-Beere wächst auf der Kohlpalme. Sie ist gut für die Gesundheit, den Regenwald und die Menschenrechte. Ökologie und Ökonomie sind am Amazonas vereinbar. In den USA und nunmehr in Europa wird vor allem der Nutzen fürs Abnehmen und für die Schönheit gesehen.

Acai Beeren

Die Kohlpalme sorgt nicht nur für Gesundheit – weltweit. Vor Ort werden die Blätter zum Schutz vor dem Regen, der Sonne und dem Wind auf die Hütten-Dächer gelegt. Aus den Fasern stellen die Einheimischen Matten, Körbe und Hüttenwände her. Doch die Holzindustrie zerstört den Regenwald gerade durch die Rodung und schränkt den Lebensraum der Einheimischen ein. Davon ist ebenfalls die Kohlpalme betroffen. Nicht nur die Industrie greift zu diesem Mittel.

Geschwungen sind ihre olivfarbenen Fiederblätter: Schnell wächst die Kohlpalme und wird vor allem im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará bis zu 25 Meter hoch. „Oleracea Mart.“ heißt der Baum unter Biologen. Gängig sind hingegen Bezeichnungen wie Jucarar-, Assai- oder Acai-Palme.

Deren Rinde ist dünn und grün-weiß. Zwischen den Monaten September und Januar trägt die Kohlpalme Blüten. Bis zu sechs Kilogramm der Früchte werden viermal jährlich von einer Palme geerntet. Die Beeren sehen im Amazonas-Gebiet zunächst aus wie Kirschen, später färben sie sich schwarz, wenn sie vollreif sind. Im Durchmesser wird eine Beere bis zu 1,5 Zentimeter groß. Den nahrhaften Saft nennen die Einheimischen „vinho”.

Acai Beere - Kohlpalme


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