Dec 31

Im Marketing werden Produkte nach verschiedenen Kriterien unterschieden. Diese Unterscheidungen helfen dabei, zu bewerten, wer die Zielgruppe des Produktes ist, welche Arten von Marketing-Maßnahmen ergriffen werden sollten und auch zum Beispiel, zu welchem Zeitpunkt die Marketingaktionen an welchem Ort stattfinden sollten.

Eines dieser Unterscheidungsmerkmale ist die Einteilung in High-Involvement- und Low-Involvement-Produkte. Bei diesen beiden Kriterien geht man davon aus, dass Kunden sich bei Kaufentscheidungen von verschiedenen Überlegungen leiten lassen.

Dabei handelt es sich bei High-Involvement-Entscheidungen um Ausgaben, die vergleichsweise teuer sind. Sei es, dass es sich um die Anschaffung eines neuen Autos handelt, um Garderobe, eine Immobilie, die Investition in eine neue Maschine oder auch in die Gesundheit.

Bei dieser Art Anschaffungen, bei denen für den Kunden ein erhebliches wirtschaftliches Risiko besteht, ergibt sich für ihn die psychologisch wichtige Notwendigkeit, sich hinreichend über das entsprechende Produkt und seinen Nutzen für ihn zu informieren. Auch sollte beim Marketing beachtet werden, dass die Kaufentscheidung für ein High-Involvement-Produkt t im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum geprüft und gefällt wird.

Genau hier ist auch der Denkansatz, der ein erfolgreiches Marketing für diese Art von Artikeln erst möglich macht. Der Kunde eines High-Involvement-Produktes hat ein hohes Informationsbedürfnis. Er erwartet sinnvolle, Vertrauen schaffende Beratung, bei der er sich unterstützt und ernst genommen, aber nicht bevormundet fühlt. Oft enthält die Werbung für High-Involvement-Produkte viele Fachinformationen, die dennoch in einer leicht verständlichen Sprache gehalten werden sollten.

Außerdem muss von Seiten des Anbieters damit gerechnet werden, dass die Kaufentscheidung erhebliche Zeit in Anspruch nimmt und sehr beratungsintensiv ist. So kann es bei manchen Warengruppen sehr sinnvoll sein, schon einige Zeit vor der Markteinführung mit der Bewerbung des Produktes zu beginnen, wie dies ja auch häufig in der Automobilbranche getan wird.

Dec 20

Im Marketing werden Warengruppen und Produkte von verschiedenen Gesichtspunkten aus unterschieden. Diese helfen dabei, eine Einteilung zu treffen, die dazu dient, die richtigen Marketingmaßnahmen zum richtigen Zeitpunkt zu ergreifen.

Eines dieser Unterscheidungsmerkmale ist die Einteilung in Low-Involvement- und High-Involvement-Produkte.

Bei Low-Involvement-Produkten handelt es sich meist um Waren des täglichen Gebrauchs und häufig auch um Artikel, die auf einem niedrigen Preisniveau liegen. Dadurch ist meist natürlich auch die Gewinnspanne sehr niedrig.  Für die Industrie ist daher der Massenabsatz ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Naturgemäß misst dabei der Kunde diesen Artikeln nur relativ wenig Beachtung bei. Oftmals handelt es sich bei deren Anschaffung sogar um sehr spontane Einkäufe. Die Hersteller dieser Produkte haben also eher mit stark gefühlsbetonten Impulshandlungen zu rechnen und müssen ihre Marketing-Strategie danach ausrichten.

Die Werbemaßnahmen werden also in diesem Segment in erster Linie die Gefühlsebene ansprechen und sich auf eine hohe Signalwirkung und einen guten Wiedererkennungswert des Artikels stützen. Dazu ist es immens wichtig, eine hohe Markentreue zu erreichen und neue Produkte in ihrer Präsentation im Wesentlichen von der vorhandenen Popularität eines schon stabil und erfolgreich auf dem Markt positionierten Produktes profitieren zu lassen.

Dabei liegt einer der Schwerpunkte des Marketings für Low-Involvement-Produkte auf alle Fälle auf der Vertrauensbildung für die Marke.

Marketingaktionen für Low-Involvement-Produkte werden üblicherweise mit einer hohen Dichte gestreut und auch so geplant, dass sie eine möglichst große Anzahl von Menschen erreichen. Somit gehört zu einem erfolgreichen Marketing für ein Low-Involvement-Produkt auch eine gründliche Analyse der geeigneten Medien, um zu garantieren, dass es ein Maximum an Kunden erreichen kann.

Als Low-Involvement-Produkte werden Artikel wie Zahnpasta, Kaffee, Toilettenartikel, aber auch Lebensmittel, und hier besonders Fertig-und Halbfertigprodukte sowie Convenience-Produkte angesehen.

Dec 20

Im Multi-Level-Marketing, das auf einer hierarchisch aufgebauten Struktur von Vertriebsmitarbeitern für ein Unternehmen beruht, werden Kommissionen für erzielte Umsätze direkt und indirekt erzielt.

Direkt, wie in anderen Vertriebsstrukturen, bei denen ein angestellter Vertreter Ware an den Einzelhandel oder an den Endverbraucher verkauft, und indirekt, indem Vertriebspartner, die der Partner selbst angeworben hat, wiederum Umsätze für das Unternehmen erzielen.

Beim Multi-Level-Marketing gibt es hierbei jedoch einige grundlegende Unterschiede. Erstens sind die Vertriebspartner üblicherweise keine Angehörigen des Unternehmens, sondern freie Mitarbeiter, die zwar im Namen des Unternehmens dessen Artikel vertreiben, aber eigenständige Partner sind. Üblicherweise zahlen sie eine Art Einstiegsgebühr, um das Recht zu erwerben, mit Materialien des Unternehmens in dessen Namen aufzutreten.

Zum Zweiten besteht ihre Tätigkeit nicht nur im Vertrieb der Ware des Unternehmens, sondern auch zu einem großen Teil darin, neue Vertriebspartner anzuwerben und für das Unternehmen unter Vertrag zu nehmen.

 Meist kümmert sich der übergeordneten Vertriebspartner innerhalb einer so genannten Downline, also der Linie der hierarchisch von diesem direkt oder indirekt angeworbenen Vertreter, um deren Ausbildung und Einarbeitung, um diesen einen erfolgreichen Start in ihre neue Tätigkeit zu ermöglichen. Dafür sind sie aber auch prozentual an den Provisionen beteiligt, die ihre Downliner, also die Vertriebspartner, die unter ihnen in der Hierarchie stehen, erzielen.

Als Downliner gelten hierbei alle aktiven Vertriebspartner, die vom übergeordneten Vertriebspartner direkt angeworben wurden, aber auch die Aktiven, die wiederum von diesen vertraglich verpflichtet wurden. Diese Beteiligung an der Provision reicht dann bis in eine vorher vertraglich festgelegte Ebene hinunter. Dies ist häufig die fünfte Ebene, sofern alle Downliner aktive Vertriebler sind. Erzielt ein Downliner keine Umsätze, so wird er bei der Betrachtung ausgelassen, und die Vergütung erreicht dann die nächste tiefergelegene Ebene.

Dec 10

Ein Incentive ist eine immer beliebter werdende Marketingmaßnahme von Unternehmen, um Kunden, Mitarbeiter oder Partner zu motivieren oder an das Unternehmen zu binden.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Incentives. Es kann sich hierbei um ein Sachgeschenk handeln, um zusätzliche finanzielle Zuwendungen, also außergewöhnliche Prämien,  aber auch um spezielle Veranstaltungen oder gar um Reisen.

Incentive Kampagnen sind dabei meist nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Und zwar werden bestimmte Umsatz-Ziele für bestimmte Zeiträume festgelegt. Es sollen also Mitarbeiter oder auch Vertriebspartner angespornt werden, während einer Kampagne eine bestimmte Menge an Waren oder auch eine bestimmte Warengruppe verstärkt zu verkaufen, wodurch sie dann in den Genuss der Incentive Prämie gelangen.

In diesem Zuge werden auch Kunden häufig Sachprämien oder auch attraktive Preisvergünstigungen in Aussicht gestellt, wenn sie eine Mindestmenge an Waren im Aktionszeitraum abnehmen.

Durch Studien hat man dabei herausgefunden, dass verschiedene Typen von Incentives stärker wirken, als andere. Und zwar wurde erstaunlicherweise festgestellt, dass finanzielle Anreize im Allgemeinen eine nicht so hohe Motivationswirkung erreichen wie Sachpreise oder gar Reisen. Denn erstens werden die Geldprämien nicht als Gabe wahrgenommen, sondern eher als Gehalt, und zweitens sind die Mitarbeiter und auch als freie Handelsvertreter gezwungen, dieses Geld zu versteuern.

Auch Sachprämien erzielen heutzutage, in Zeiten des materiellen Überflusses, nur noch selten den erhofften Effekt, denn häufig ist es schwierig, eine Prämie zu finden, die Anreiz genug darstellt, um den Ehrgeiz der angesprochenen Personen zu wecken, da die meisten Menschen schon ohnehin über deutlich mehr Dinge verfügen, als sie ohnehin benötigen.

Reisen, insbesondere solche zu ungewöhnlichen Zielen, oder auch mit Aktivitäten, die außergewöhnlich sind, sind derzeit die attraktivsten Prämien. Erstens müssen sie auch laut Gesetzgeber Freizeitcharakter haben, und außerdem liegen außergewöhnliche Reisen im Trend.

Dec 05

Der Begriff der Marktsättigung ist einer der Schlüsselbegriffe im Marketing, wenn es darum geht, Absatzmöglichkeiten zu erschließen oder auch auszubauen. Denn nur dann, wenn der Absatzmarkt eines Produktes noch nicht gesättigt ist, besteht die Möglichkeit, an die entsprechenden Endkunden zu verkaufen.

Dabei gibt es verschiedene Herangehensweisen an die Analyse der Marktsättigung. Einerseits kann es sinnvoll sein, den örtlichen Markt zu betrachten und herauszufinden, ob es für das Produkt einen realen Markt im Radius des Vertriebsmitarbeiters gibt. Denn dieser kann beim Verkauf des Produktes durch zu viele Mitbewerber, also zum Beispiel durch andere aktive Vertriebspartner des gleichen Unternehmens, oder auch durch das Angebot gleicher, höherwertiger oder günstigerer Artikel in seinem Gebiet, auf erhebliche Probleme stoßen.

Eine Marktsättigung kann sich jedoch auch auf die Zielgruppe des Vertriebes beziehen. Wenn mehrere Vertriebspartner, die das gleiche oder ähnliche Produkt vertreiben, innerhalb ihres Tätigkeitsraumes die gleiche Menschengruppe ansprechen, sei es, dass ein Partner einen Freund anwirbt, der seine Produkte wiederum seinen Freunden anbietet, es diese jedoch schon von dessen Bekannten erworben haben, so ist dieser Markt mit diesem Artikel schon gesättigt. Zumindest dann, wenn es sich bei dem Artikel nicht um ein Verbrauchsgut oder Gut des täglichen Lebens handelt.

Als Schlüsselfragen zur Ermittlung der Sättigung seines Marktes kann sich ein MLM-Vertriebspartner folgende Fragen stellen: Wie viele Vertriebsmitarbeiter sind nötig, um die Bevölkerung in meinem Einzugsgebiet zu versorgen? Dies ist nicht nur von der Anzahl der ansprechbaren Personen abhängig, sondern auch von der Art, der Qualität und der Langlebigkeit des Produktes.

Danach sollte er versuchen herauszufinden, wie viele Händler es in seinem Einzugsgebiet beziehungsweise in seinem Werbemedium (z. B. im Internet) schon gibt. Zum Schluss sollte er auch klären, wie viele aktive Vertriebspartner das Unternehmen in seiner Gegend rekrutiert hat.


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