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Eigentlich nicht als ureigener Fachbegriff des Network Marketing definiert, gehört das Wissen und der bekannte Hintergrund über “Illegale Schneeballsysteme” doch entscheidend zu den Grundvoraussetzungen des Multi-Level-Marketing. Es geht hier um die gesetzliche Grundlage des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), § 6c. Inhaltlich wiedergegeben, besagt dieses Gesetz, dass niemand Personen, die keine Kaufleute sind, Vorteile im Falle des Verkaufs von Waren versprechen darf (und sie anweisen, dass diese diesen Vorgang bei Dritten wiederholen).

Anders gesagt: Jeder Kaufmann (auch als Mitglied des Empfehlungsmarketing) weiß, dass Vorteile aus noch nicht vollzogenen Geschäften schlicht nicht vorhergesagt werden können; auch kann niemand dazu gedrängt werden, mit aggressiven Mitteln Kunden werben zu wollen. Genau Letzteres nämlich schützt nicht den Verbraucher.

Ein Incentive ist eine immer beliebter werdende Marketingmaßnahme von Unternehmen, um Kunden, Mitarbeiter oder Partner zu motivieren oder an das Unternehmen zu binden.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Incentives. Es kann sich hierbei um ein Sachgeschenk handeln, um zusätzliche finanzielle Zuwendungen, also außergewöhnliche Prämien,  aber auch um spezielle Veranstaltungen oder gar um Reisen.

Incentive Kampagnen sind dabei meist nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Und zwar werden bestimmte Umsatz-Ziele für bestimmte Zeiträume festgelegt. Es sollen also Mitarbeiter oder auch Vertriebspartner angespornt werden, während einer Kampagne eine bestimmte Menge an Waren oder auch eine bestimmte Warengruppe verstärkt zu verkaufen, wodurch sie dann in den Genuss der Incentive Prämie gelangen.

In diesem Zuge werden auch Kunden häufig Sachprämien oder auch attraktive Preisvergünstigungen in Aussicht gestellt, wenn sie eine Mindestmenge an Waren im Aktionszeitraum abnehmen.

Durch Studien hat man dabei herausgefunden, dass verschiedene Typen von Incentives stärker wirken, als andere. Und zwar wurde erstaunlicherweise festgestellt, dass finanzielle Anreize im Allgemeinen eine nicht so hohe Motivationswirkung erreichen wie Sachpreise oder gar Reisen. Denn erstens werden die Geldprämien nicht als Gabe wahrgenommen, sondern eher als Gehalt, und zweitens sind die Mitarbeiter und auch als freie Handelsvertreter gezwungen, dieses Geld zu versteuern.

Auch Sachprämien erzielen heutzutage, in Zeiten des materiellen Überflusses, nur noch selten den erhofften Effekt, denn häufig ist es schwierig, eine Prämie zu finden, die Anreiz genug darstellt, um den Ehrgeiz der angesprochenen Personen zu wecken, da die meisten Menschen schon ohnehin über deutlich mehr Dinge verfügen, als sie ohnehin benötigen.

Reisen, insbesondere solche zu ungewöhnlichen Zielen, oder auch mit Aktivitäten, die außergewöhnlich sind, sind derzeit die attraktivsten Prämien. Erstens müssen sie auch laut Gesetzgeber Freizeitcharakter haben, und außerdem liegen außergewöhnliche Reisen im Trend.

Als informative Werbung bezeichnet man eine Form der Kundenbeeinflussung, bei der, vorwiegend sachlich, technische Vorzüge und Qualitäten des Produktes oder der Dienstleistung in den Vordergrund gestellt werden.

Der Tenor bleibt dabei auf logischer, wissenschaftlich-professioneller oder auch technischer Ebene. Dazu werden oft auch Titel, Zitate von Fachpersonen und andere Kompetenz vermittelnde Elemente eingebracht, um die Glaubwürdigkeit der Aussagen zu untermauern.

Die informative Werbung wird eingesetzt,

  • wenn es darum geht, neue Produkte auf dem Markt einzuführen
  • um den Verkauf von Produkten zu fördern, die der Gesundheit dienen
  • wenn neue Produkte einem gut informierten Fachpublikum präsentiert werden bzw. die Zielgruppe ein hohes Bildungsniveau besitzt

Der Begriff Inkasso wurde in der Betriebswirtschaftslehre geprägt und beschreibt Handlungen, die die  Geltendmachung von Zahlungen im Namen des Gläubigers bei Schuldnern durch Dritte  beschreiben.

Da für Gläubigerfirmen das Einfordern von offenen Forderungen beim Kunden zeit-, kostspielig und personalintensiv sein kann, gehen viele Unternehmen, vor allem dann, wenn sie viele Außenstände haben, dazu über, einem speziell zugelassenen Inkassobüro die Arbeit des Eintreibens der Forderungen zu übertragen. Dieses Büro tätigt dann alle außergerichtlichen  Unternehmungen, die der Eintreibung der Forderung dienen.

Das Betreiben und Überwachen von Beitreibungsmandaten ist zeitintensiv und teuer. Vergibt der Gläubiger das  Inkassomandat fremd,  entstehen dadurch zwar auch Kosten, aber diese lassen sich dann beim Schuldner leichter geltend machen. Denn er ist auch verpflichtet, für entstandene Kosten durch das Einzugsverfahren aufzukommen.

Meist tritt der klassische Inkassofall auf. Der Gläubiger erteilt einem Anwalt, in Form eines Inkassobüros, den Auftrag, eine bestimmte Forderung in seinem Namen geltend zu machen. Dabei bleibt er selbst Inhaber der Forderung, er benutzt also lediglich den Service dieses Büros zur erfolgreicheren und wirtschaftlicheren Durchsetzung seiner Forderung.

Es kann aber auch vorkommen, dass es zu einer Geltendmachung von Forderungen in eigenem Namen kommt. Hier, bei der so genannten Inkassozession, tritt der ursprüngliche Gläubiger seine Forderung an den Zessionar ab, damit er sie geltend macht. In einem möglichen Prozess nimmt dann der Zessionar, also das Inkassobüro, seine Stelle ein. Bei Erfolg übergibt er dem Gläubiger dessen Forderung abzüglich seiner Servicekosten.

Als weitere Form des Inkassos kann auch eine Vollabtretung der Forderungen an das eintreibende Büro getätigt werden. Dieses kauft dann dem Gläubiger die bestehenden Forderungen zu einem vereinbarten Preis ab und wirtschaftet mit dem verbleibenden Risiko, ob er die Forderung eintreiben kann oder nicht.

Der Begriff “Inventory Loading” enthält für die Fachterminologie des Multi-Level-Marketing dieselbe Bedeutung wie die folgenden: “Front-End Loading” sowie “Inventory Building”. Die Bezeichnungen mit dem Wortelement “Inventory” sind mit dem deutschen “Inventar” zu assoziieren. Somit erklärt sich, einfach gesagt, diese Begriffsgruppierung damit, dass im “Front-End”, im “vorderen Ende”, d. h. “weit vorausschauend” das Inventar in einer hohen Dimension aufgestockt wird. Genauer: Man nehme einen Vertriebspartner im Rahmen des Empfehlungsmarketing an, der für den Augenblick eine günstige Preisvereinbarung für die Abnahme von Artikeln in hoher Stückzahl feststellt. Wenn er nun weiß, dass sich die Artikel, die er in den nächsten (beispielsweise) 10 Jahren vertreiben wird, nicht ändern bzw. nicht modernisieren werden, kann er hier eine Investition tätigen, die für den Augenblick möglicherweise unverhältnismäßig erscheint (und für das laufende Geschäftsjahr ein Minus erzeugt), sich jedoch über das (als Beispiel angenommene) nächste Jahrzehnt hinweg nur als minimale Eigeninvestition erweist, weil er in den kommenden Jahren, wenn höhere Preise herrschen (könnten), keine Einkäufe tätigen muss.

Wenn es sich jedoch um eine Einheit des Network Marketing handelt, die Dienstleistungen oder Produkte mit zukünftigem Potenzial der Modernisierung vertreibt, ist ein vorzeitiges und hochdimensioniertes Aufstocken des Inventars nur unter zuverlässigen Hochrechnungen zu empfehlen, die auf einen genau definierten Stückzahlverkauf binnen kurzer Frist begründete Voraussicht vermitteln.

Weiterhin existieren bisweilen ebenso Direktiven von Firmen, die sich weder an günstigen Einkaufspreisen noch an Hochrechnungen orientieren. Im Sinne einer “Planwirtschaft” werden den Vertriebspartnern die Mengen an Stückzahlen zur Verfügung gestellt, die er innerhalb eines mittelfristigen Zeitraums (etwa: eines Jahres) abzuverkaufen hat, um ein anvisiertes Beförderungsziel innerhalb der Struktureinheit zu erreichen. Eine solche “Inventaraufstockung” kann ebenfalls im Augenblick der Anschaffung möglicherweise überdimensioniert erscheinen, jedoch ist hier der Mitarbeiter dazu gehalten, gegebenenfalls mit in Eigenverantwortung veränderten, auch aggressiven Werbemaßnahmen einen sich erhöhenden Stückzahlverkauf korrigierend auszulösen.