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Die Halbwertzeit ist ein Begriff aus dem Direktmarketing. Bei einer Werbeaussendung oder Umfrage, die die Möglichkeit zur Antwort bietet, werden diese oft zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten von den Empfängern retourniert. Um diese Zeit nicht abwarten zu müssen, wird mit der so genannten Halbwertzeit gearbeitet. Diese beruht auf der Theorie, dass spätestens zwei Tage nach dem Eingang der höchsten Anzahl an Antworten, rund 50 Prozent aller erwarteten Antworten eingegangen ist.

Durch die Verdopplung der ausgewerteten Ergebnisse der empfangenen Antworten kann auf das Gesamtergebnis geschlossen werden.

Der Begriff Händler Kit stammt aus dem Multi Level Marketing, in dem ein Unternehmen freie Vertriebspartner für sich anwirbt, die dessen Produkte an den Endverbraucher vertreiben.

Eine weitere Aufgabe dieser Vertriebspartner und dabei ein wichtiger Bestandteil der Vertriebspolitik ist es, dass diese selbständig tätigen Partner gleichermaßen neue Vertriebspartner anwerben, die wiederum dieselben Aufgaben haben, wie sie, erstens also das Vertriebssystem weiter aus zu bauen und natürlich auch Produkte an Endverbraucher zu verkaufen.

Da dabei natürlich der Auftritt des Unternehmens professionell und einheitlich erfolgen soll, kümmert sich das Unternehmen um Werbematerialien, Produktproben, Listen, Verträge und so weiter, die das erfolgreiche Wirken der Partner unterstützen sollen.

Diese Materialien werden dann in einem Kit, also Paket, zusammen gefasst und dann den neu hinzugetretenen Vertriebspartnern angeboten, um diesen eine erfolgversprechenden Start in ihre Vertriebs-Tätigkeit zu ermöglichen.

Für den Erwerb dieses auch Business Kit, Success Kit, Welcome Kit, Starter Kit oder ähnlich genannten Materials, werden üblicherweise Gebühren von zwischen 35.- und 100.- Euro verlangt.

Diese Gebühren werden auch als Einstiegszahlungen verstanden, durch die die neuen Vertriebspartner gleichzeitig das Recht erwerben, mit dem Namen des Unternehmens ihre berufliche Existenz aufzubauen.

Normalerweise enthalten diese Kits, je nach Branche und Produkten, Produktliteratur, Handbücher, Werbegeschenke, Vertriebs-Hilfsmittel,  wie Fotos, Produktproben, Videos und Tonbänder, aber natürlich auch Preislisten, Auftragsformulare, Beitrittserklärungen für neu angeworbene Vertriebler und so weiter.

Heutzutage, da es immer üblicher wird, sich eine erfolgreiche Vertriebsstruktur auch über eine Internet Präsenz zu errichten, können somit genauso digitale Werbehilfsmittel, wie Banner und Popups, sowie Linklisten und so weiter im Kit enthalten sein. Mit dem Erwerb des Händler Kits erhält der neue Vertriebler somit die Möglichkeit auch seine Vertriebs Homepage und deren Marketing kräftig zu verbessern.

Im Marketing werden Produkte nach verschiedenen Kriterien unterschieden. Diese Unterscheidungen helfen dabei, zu bewerten, wer die Zielgruppe des Produktes ist, welche Arten von Marketing-Maßnahmen ergriffen werden sollten und auch zum Beispiel, zu welchem Zeitpunkt die Marketingaktionen an welchem Ort stattfinden sollten.

Eines dieser Unterscheidungsmerkmale ist die Einteilung in High-Involvement- und Low-Involvement-Produkte. Bei diesen beiden Kriterien geht man davon aus, dass Kunden sich bei Kaufentscheidungen von verschiedenen Überlegungen leiten lassen.

Dabei handelt es sich bei High-Involvement-Entscheidungen um Ausgaben, die vergleichsweise teuer sind. Sei es, dass es sich um die Anschaffung eines neuen Autos handelt, um Garderobe, eine Immobilie, die Investition in eine neue Maschine oder auch in die Gesundheit.

Bei dieser Art Anschaffungen, bei denen für den Kunden ein erhebliches wirtschaftliches Risiko besteht, ergibt sich für ihn die psychologisch wichtige Notwendigkeit, sich hinreichend über das entsprechende Produkt und seinen Nutzen für ihn zu informieren. Auch sollte beim Marketing beachtet werden, dass die Kaufentscheidung für ein High-Involvement-Produkt t im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum geprüft und gefällt wird.

Genau hier ist auch der Denkansatz, der ein erfolgreiches Marketing für diese Art von Artikeln erst möglich macht. Der Kunde eines High-Involvement-Produktes hat ein hohes Informationsbedürfnis. Er erwartet sinnvolle, Vertrauen schaffende Beratung, bei der er sich unterstützt und ernst genommen, aber nicht bevormundet fühlt. Oft enthält die Werbung für High-Involvement-Produkte viele Fachinformationen, die dennoch in einer leicht verständlichen Sprache gehalten werden sollten.

Außerdem muss von Seiten des Anbieters damit gerechnet werden, dass die Kaufentscheidung erhebliche Zeit in Anspruch nimmt und sehr beratungsintensiv ist. So kann es bei manchen Warengruppen sehr sinnvoll sein, schon einige Zeit vor der Markteinführung mit der Bewerbung des Produktes zu beginnen, wie dies ja auch häufig in der Automobilbranche getan wird.