Mai 02

Die Acai Beere wird auch als Superbeere bezeichnet. Ihr werden gesundheitsfördernde Eigenschaften bis hin zu der Zerstörung von Krebszellen nachgesagt. Erste Tests wurden von der Universität Florida durchgeführt. Langzeitstudien stehen aber noch aus. Im Gegensatz zu der Vernichtung von Krebszellen sind die enthaltenen wertvollen Minerale unumstritten.

Die Acai Frucht enthält sehr viel Calcium. 10 Gramm enthalten durchschnittlich 10 mg – 30 mg. Der Fettgehalt der Frucht ist vergleichsweise hoch und beträgt ca. 45% bei 2,5 Kilokalorien je Gramm. Der Zuckeranteil  ist mit 3,5% im Verhältnis sehr niedrig.

Die Frucht ist durch Ihre antioxidative Wirkung bekannt geworden.

Apr 07

Tarifvertrag? – Fehlanzeige!

Die sozialen Verwerfungen sind immens. Noch immer setzen Großgrund- und Fazenda-Besitzer Sklavenarbeiter ein. Eine Schwarze Liste verzeichnet 50 brasilianische Unternehmen, darunter namhafte. Wer sich auch in Pará gegen Menschenrechtsverletzungen dieser Art wehrt, wird in Brasilien von Großgrundbesitzern und Industriellen mit dem Tod bedroht. Das gilt gleichwohl für Vertreter der Kirchen und der Menschenrechtsorganisationen.

Die Kohlpalme bewirkt, dass sich Kollektive von Bauern bilden und damit das Maß ihrer Abhängigkeiten stärker reduzieren, zumal Großunternehmen derzeit an der Nutzung der Kohlpalme interessiert sind und Fabrikanlagen errichtet haben.

Damit ist der Konsum der Acai-Beere kein kleiner Beitrag zur Erhaltung des tropischen Regenwaldes, der Schaffung von Menschenrechten und zum Schutz des Klimas.

Helfen auch Sie aktiv, diese unmenschlichen Zustände, durch den Konsum von Produkten auf Basis der Acai Beeren zu bekämpfen.

Apr 06

Rodung erhöht Treibhauseffekt

Kleinbauernfamilien brennen im Wald Parzellen nieder, die etwa 25 Hektar groß sind. Das Recht dazu gibt ihnen der Staat Brasilien. Die Besitzverhältnisse sind den Kleinbauernfamilien vor rund 100 Jahren garantiert worden. Das Problem der Weltgemeinschaft besteht darin, die ökonomischen Interessen eines armen Landes zu berücksichtigen und andererseits unbedingt auf den Schutz der Natur zu achten.

Rodung des tropischen Regenwaldes

80 Stunden dauert die Rodung eines Hektars Wald. Mehrere Wochen lang bleibt der Schlagabraum liegen. Das sind 40 Tonnen pro Hektar. Obwohl das Amazonas-Gebiet wegen des feucht-warmen Klimas weniger als andere waldreiche Weltregionen betroffen ist, kann es zu Bränden kommen, die außer Kontrolle geraten. So ist 1997 im nordbrasilianischen Nachbarstaat von Pará, in Roraima, eine Fläche der Größe Belgiens in Flammen aufgegangen. Das widerspricht der allgemeinen Meinung, wonach Nebenflüsse des Amazonas die Ausbreitung des Feuers verhindern können.

Rodung erhöht Treibhauseffekt

Nach der Rodung entwickelt sich die Vegetation schwer neu. Zehntausende von Jahren lang war der nährstoffarme Boden starker Sonneneinstrahlung und dem Regen ausgesetzt. Wenn der Abraum nach der Rodung verrottet, nehmen andere Pflanzen die Nährstoffe an, damit die nicht im Boden verschwinden.

Wirbelsturm

Bei der Brandrodung setzt gezielt eingesetztes Feuer den zuvor gebundenen Kohlenstoff frei. Das hat Auswirkungen auf den Treibhauseffekt. 90 Prozent der Stickstoffe gehen in der Atmosphäre auf, 40 Prozent der mineralischen Nährstoffe (Kalium, Magnesium). Die Asche schließlich wird zum Dünger für Mais und Maniok. Weil der Boden wegen der klimatischen Einflüsse in den Tropen erschöpft ist, bleiben vegetationsarme Brachflächen übrig. Die Rückkehr des Waldes wird nahezu unmöglich gemacht.

Kann die Acai Beere die Ausbeutung des Regenwaldes stoppen?

Das besondere Interesse an der Acai-Palme kann bedeuten, dass die Ernte im Mittelpunkt steht, nicht die Zerstörung der Bäume und ihrer Früchte, um Dünger oder Weideland zu gewinnen.

In Pará leben mehr als 6 Millionen Menschen. Der brasilianische Bundesstaat ist überwiegend vom tropischen Regenwald bedeckt. Betroffen von der radikalen Abholzung ist das Gebiet an der Ostgrenze.

Hier am Amazonas weiß man: Die wichtigsten Exportartikel sind neben dem Holz ebenso Eisenerz, Tonerde und Aluminium. Insofern kann der Kontrast zwischen Urwüchsigkeit der Natur und den Industrieansiedlungen kaum stärker sein.

Apr 05

Die Acai-Beere wächst auf der Kohlpalme. Sie ist gut für die Gesundheit, den Regenwald und die Menschenrechte. Ökologie und Ökonomie sind am Amazonas vereinbar. In den USA und nunmehr in Europa wird vor allem der Nutzen fürs Abnehmen und für die Schönheit gesehen.

Acai Beeren

Die Kohlpalme sorgt nicht nur für Gesundheit – weltweit. Vor Ort werden die Blätter zum Schutz vor dem Regen, der Sonne und dem Wind auf die Hütten-Dächer gelegt. Aus den Fasern stellen die Einheimischen Matten, Körbe und Hüttenwände her. Doch die Holzindustrie zerstört den Regenwald gerade durch die Rodung und schränkt den Lebensraum der Einheimischen ein. Davon ist ebenfalls die Kohlpalme betroffen. Nicht nur die Industrie greift zu diesem Mittel.

Geschwungen sind ihre olivfarbenen Fiederblätter: Schnell wächst die Kohlpalme und wird vor allem im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará bis zu 25 Meter hoch. „Oleracea Mart.“ heißt der Baum unter Biologen. Gängig sind hingegen Bezeichnungen wie Jucarar-, Assai- oder Acai-Palme.

Deren Rinde ist dünn und grün-weiß. Zwischen den Monaten September und Januar trägt die Kohlpalme Blüten. Bis zu sechs Kilogramm der Früchte werden viermal jährlich von einer Palme geerntet. Die Beeren sehen im Amazonas-Gebiet zunächst aus wie Kirschen, später färben sie sich schwarz, wenn sie vollreif sind. Im Durchmesser wird eine Beere bis zu 1,5 Zentimeter groß. Den nahrhaften Saft nennen die Einheimischen „vinho”.

Acai Beere - Kohlpalme

Apr 02

Noch kein Anlass zur Hoffnung. Bei einem wissenschaftlichen Versuch zerstörte die Acai-Beere Krebszellen. Auch die Acai-Diät für das Abnehmen oder für die Verjüngung (Anti Aging) sind noch nicht bewiesen. Zu kurz befasst sich die Wissenschaft mit der Wunderbeere aus Brasilien.

Die Acai-Beere zerstört Krebs-Zellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Florida. Indessen handelt es sich um einen Laborversuch an einzelnen Zellen, der noch keinerlei Anlass zur Hoffnung geben kann.

Die Studie wurde bereits im Februar 2006 im wissenschaftlichen „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ veröffentlicht. Im Reagenzglas haben sich nach der Beigabe der Acai-Beere 86 Prozent der Leukämie-Zellen zerstört, berichtet Professor Stephen Talcott. Die Universität warnt davor, der angeblichen Wunder-Beere zuzuschreiben, sie könne Krebs heilen. Der Organismus ist ein komplexes System, das im Zusammenspiel das Wachstum von degenerierten Zellen befördert. Die Forscher haben jedoch betont, welches Potenzial die in der Acai-Beere enthaltenen Antioxidantien für den allgemeinen Zellschutz hätten.

Dies ist gleichwohl ein Appell, verstärkt bei der Ernährung auf Obst und Gemüse zu setzen. Grundsätzlich habe die Acai-Beere positive Effekte auf die Gesundheit, nicht aber bei der Bekämpfung von Krebs. Neu ist das nicht. Dennoch wird die Studie für Verkaufsstrategien genutzt. Der Begriff Anti-Aging, auch Altershemmung, ist eine Bezeichnung für Maßnahmen, die das Ziel haben, die biologische Alterung der Menschen hinauszuzögern.

Vorteile der Acai-Beere

Die Bestandteile der Acai-Beere reduzierten schädliche Verbindungen im Blut. Das habe Auswirkungen auf den Blutdruck, den Cholesterin-Spiegel und andere Gesundheitsindikatoren, die mit der Aufnahme und Verarbeitung von Vitaminen zusammenhängen.

Die University of Florida weist darauf hin, dass die Acai-Beere erst in den vergangenen fünf Jahren wissenschaftliches Interesse gefunden habe. Insofern gäbe es nur wenige Studien zu dem Gewächs aus dem Tropischen Regenwald Brasiliens. Hier handele es sich sogar um die erste Studie, die außerhalb Brasiliens erstellt wurde.

Zunächst nur Marketing

Historisch gesehen wird die Acai-Beere in Brasilien zur Ernährung verwandt und begünstige die Versorgung der Haut mit Nährstoffen. Daraus entwickelt wurde die Ansicht, die Beere helfe bei der Bekämpfung des natürlichen Alterungsprozesses. Assoziiert wird auch, dass Mann oder Frau kräftig abnehmen und Energie tanken könnten. Die Unversity of Florida sagt dazu: Es gäbe einfach noch zu wenig Studien, um die Vorteile zu beweisen.

Leukämie-Zellen bis zu 86 Prozent zerstört

Bei dem Experiment mit Leukäme-Zellen wurden 42 verschiedene Konzentrationen der Acai-Frucht mit Leukämie-Zellen gemischt. Eine nicht unerhebliche Anzahl der Zellen starb innerhalb von 24 Stunden ab. Die Werte lagen zwischen 35 und 86 Prozent je nach Konzentration der beigefügten Acai-Frucht.


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