Apr 05

Die Acai-Beere wächst auf der Kohlpalme. Sie ist gut für die Gesundheit, den Regenwald und die Menschenrechte. Ökologie und Ökonomie sind am Amazonas vereinbar. In den USA und nunmehr in Europa wird vor allem der Nutzen fürs Abnehmen und für die Schönheit gesehen.

Acai Beeren

Die Kohlpalme sorgt nicht nur für Gesundheit – weltweit. Vor Ort werden die Blätter zum Schutz vor dem Regen, der Sonne und dem Wind auf die Hütten-Dächer gelegt. Aus den Fasern stellen die Einheimischen Matten, Körbe und Hüttenwände her. Doch die Holzindustrie zerstört den Regenwald gerade durch die Rodung und schränkt den Lebensraum der Einheimischen ein. Davon ist ebenfalls die Kohlpalme betroffen. Nicht nur die Industrie greift zu diesem Mittel.

Geschwungen sind ihre olivfarbenen Fiederblätter: Schnell wächst die Kohlpalme und wird vor allem im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará bis zu 25 Meter hoch. „Oleracea Mart.“ heißt der Baum unter Biologen. Gängig sind hingegen Bezeichnungen wie Jucarar-, Assai- oder Acai-Palme.

Deren Rinde ist dünn und grün-weiß. Zwischen den Monaten September und Januar trägt die Kohlpalme Blüten. Bis zu sechs Kilogramm der Früchte werden viermal jährlich von einer Palme geerntet. Die Beeren sehen im Amazonas-Gebiet zunächst aus wie Kirschen, später färben sie sich schwarz, wenn sie vollreif sind. Im Durchmesser wird eine Beere bis zu 1,5 Zentimeter groß. Den nahrhaften Saft nennen die Einheimischen „vinho”.

Acai Beere - Kohlpalme

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